Baumblüte in Werder (Havel) © TMB-Fotoarchiv/Y. Maecke
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Wandertour Mittelsee, Foto: Tourismusverband Dahme-Seen e. V.

07.05.18

Die Wanderschuhe schnüren: Am 14. Mai ist der bundesweite Tag des Wanderns

Der 14. Mai 2018 ist deutschlandweit der Tag des Wanderns. Keine Berge, dafür aber 15 abwechslungsreiche Nationale Naturlandschaften und über 3000 Seen: Das Bundesland Brandenburg bietet perfekte Bedingungen, um die Wanderschuhe zu schnüren und die Natur zu Fuß zu erkunden. 

Nirgendwo in Deutschland stehen so viele Landschaften unter Schutz wie in Brandenburg. Neben ausgedehnten Flusstälern mit weiten Wiesen und Auen werden große Teile des Landes von Tausenden Seen und Wäldern geprägt. Seeadler drehen ihre Runden, Kraniche treffen sich zur Rast, Biber finden hier ihren Lebensraum. 15 Nationale Naturlandschaften bewahren die schönsten und wertvollsten Gebiete und bieten beste Möglichkeiten für Erholung und Naturbeobachtung. Kein Wunder also, dass für 79 Prozent der Übernachtungsgäste in Brandenburg die Aktivitäten in der Natur der Hauptanlass ihrer Reise sind. Und dass es sich in Brandenburgs gewässerreichen Naturlandschaften auch sehr gut wandern lässt, entdecken Jahr für Jahr immer mehr Menschen: 20 Prozent der Gäste geben an, dass das Wandern während ihres Urlaubs in Brandenburg die wichtigste Rolle gespielt hat.* 

Insgesamt gibt es in Brandenburg rund 2.000 Kilometer markierte Wanderwege, die als Hauptwanderrouten mit besonderer touristischer Relevanz gelten. Wir stellen einige von ihnen vor:

Immer am Wasser entlang: Der 66-Seenwanderweg (416 km)

Die Seen und Flüsse prägen die Landschaften Brandenburgs besonders stark. So führen auch viele Wanderrouten am Wasser entlang. Der wohl bekannteste Wanderweg Brandenburgs ist hierfür beispielhaft: der 66-Seenwanderweg, der zu den attraktivsten Flachlandwanderwegen Deutschlands gezählt wird. 416 Kilometer ist die Tour lang und führt in insgesamt 17 Etappen einmal rund um Berlin. Er gilt damit als der Hauptwanderweg der Region, der einen schönen Querschnitt der Natur- und Kulturlandschaften Brandenburgs abbildet. Alle Etappen können als Tagesausflüge gewandert werden und lassen sich ganz individuell zu Mehrtages-Wanderungen kombinieren. Durchweg sind die Strecken so angelegt, dass ihre Anfangs- und Endpunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sind.

Hier scheint die Zeit still zu stehen: Märkischer Landweg (187 km)

Die in Feldberg beginnende Wanderung gliedert sich in 10 Etappen und durchquert gleich drei Nationale Naturlandschaften: den Naturpark Uckermärkische Seen, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie das östlichste Schutzgebiet des Landes: den Nationalpark Unteres Odertal. Auf der ganzen Strecke ist eine von der Eiszeit geformte Landschaft zu bewundern. Rinnenseen und Endmoränen wechseln sich ab - Wiesen, Felder und uralte Wälder mit Kiefern, Buchen und Eichen prägen das Bild. In der dünn besiedelten Region nahe der Oder erleben die Wanderer entlang von Flussaltarmen seltene Sumpf- und Auenwälder. Europaweit gilt dieses Gebiet als intakteste Flussauenlandschaft, die Wasservögeln ideale Bedingungen als Brut-, Rast- und Überwinterungsplatz bietet.

Von Burg zu Burg: Der Burgenwanderweg im Fläming (149 km)

Aktuell tragen in Brandenburg sieben Wege das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbandes. Der Burgenwanderweg im Südwesten Brandenburgs gehört dazu. Neben zahlreichen landschaftlichen Reizen, hat der Fläming eine Vielzahl kulturhistorischer Besonderheiten zu bieten. Als ewiges Grenzland und Brennpunkt historischer Ereignisse verfügt er über eine überraschend große Anzahl stolzer Burgen. Der 149 km lange Burgenwanderweg schlängelt sich mitten durch den Naturpark Hoher Fläming und verbindet vier Burgen der Region: Burg Eisenhardt in Bad Belzig, Burg Rabenstein in Raben, Schloss Wiesenburg und die Bischofsresidenz Ziesar. 

Eine Landschaft von der bereits Fontane schwärmte: Naturparkroute Märkische Schweiz (20 km)

"Bei bloßer Nennung des Namens steigen freundliche Landschaftsbilder auf: Berg und See, Tannenabhänge und Laubholzschluchten, Quellen, die über Kiesel plätschern", so beginnt in Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" die Beschreibung des Ortes Buckow, inmitten des Naturparks Märkische Schweiz. Bis heute hat sich an dem Landschaftsbild, das Fontane beschrieb, nichts verändert. Und so ist die 20 Kilometer lange Naturparkroute eine der beliebtesten Tagestouren vor den Toren Berlins. Eingebettet in die hügelige Landschaft der Endmoränen bestimmen neben dem großen Schermützelsee viele kleine Seen und Pfuhle die Landschaft. Als Verbindung dazwischen wandert man an vielen Fließen entlang, die den Hauch eines "Everglades-Feeling" verströmen.

Hier lässt der See tief blicken: Stechlinsee-Rundwanderweg (14 km)

Der Große Stechlinsee ist im Reigen der über 3.000 Brandenburger Seen schon etwas Besonderes. Das Wasser des Sees ist so klar und rein, dass man es nicht nur trinken, sondern auch noch in großer Tiefe des Sees lesen könnte. Der Rundwanderweg führt von Neuglobsow aus immer am Ufer entlang. Zwischen Kiefern und Buchen glitzert das Wasser. Boote gibt es nur wenige und die sind ohne Motor unterwegs. So kann man überall an schönen Plätzen rasten und der Stille lauschen und an warmen Tagen ein Bad im See nehmen. Auf dem Weg liegt die Fischerei der Familie Böttcher. Hier wird u.a. auch ein Fisch angeboten, der nur hier vorkommt: die Stechlinsee-Maräne. 

Weitere Informationen:

Eine umfassende Übersicht über schöne Tages- sowie Mehrtageswanderrouten gibt es auf der Website www.reiseland-brandenburg.de/wandern. Es gibt Infos zum Wegeverlauf, zu Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Routen sowie Tipps für weiterführendes Kartenmaterial. Außerdem wird die jeweilige Route in einer Karte dargestellt. Zehn ausgewählte Tagestouren stellt der Pocketguide „Die schönsten Wandertouren in Brandenburg“ des „Netzwerks Aktiv in der Natur“ vor. Er kann bei der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (Tel. 0331/2004747, E-Mail service‎@‎reiseland-brandenburg.de) kostenfrei bestellt werden.

*(Quelle: GFK/IMT Destination Monitor/ Brandenburg, 2016, Mehrfachnennungen waren möglich).

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