Baumblüte in Werder (Havel) © TMB-Fotoarchiv/Y. Maecke
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Pressemitteilungen

Museum Barberini, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

05.01.17

Reformationsjubiläum, Potsdams neues Kunstmuseum und ein großer Gartenkünstler

Kultur- Highlights in Brandenburg 2017

Reformationsjubiläum 2017

Reformation in Brandenburg? So mag man – gewöhnt, innerhalb der Lutherdekade nach Wittenberg zu schauen – erstaunt fragen, um dann festzustellen: Brandenburg hat innerhalb der Reformationsgeschichte durchaus einen berechtigten Platz. So bildeten die Ablasspredigten des Dominikanermönchs Johann Tetzel in Jüterbog einen Anlass für die Veröffentlichung der "Thesen" Luthers 1517. Mit der Schlacht bei Mühlberg fand auf dem Boden des heutigen Landes Brandenburg ein reformationsgeschichtliches Großereignis statt, das im Mittelpunkt des dortigen Museums „Mühlberg 1547“ steht. Die von Luther angestoßene Reformation hatte auch tiefgreifende Folgen für die Region und prägte die Lebenswirklichkeit der Menschen. Viele Orte im Land zeugen noch heute davon. Ein umfassendes Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen u.a. in Jüterbog („Tetzel, Ablass, Fegefeuer“, 9.9.-25.11.2017), in Frankfurt an der Oder („Bürger-Pfarrer-Professoren“, 6.5.-31.10.2017) in der Domstadt Brandenburg an der Havel („Alles neu, oder nicht? Ausstellung zur Wiederverwertung im Brandenburger Dom“ , 5.5.-31.10.2017) sowie in Potsdam („Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Brandenburg und Preußen“) lenkt den Blick auf ganz unterschiedliche Aspekte der Reformation. Weitere Infos: www.reiseland-brandenburg.de/reformation2017

Museum Barberini in Potsdam: Ein neues Haus für die große Kunst

Die große Neueröffnung in Brandenburg findet in Potsdam statt. Mit dem Museum Barberini, getragen von der Hasso Plattner Förderstiftung, öffnet das lang ersehnte Haus für die große Kunst seine Tore. Mitten in der neuen historischen Mitte, direkt gegenüber dem Landtag, wurde hierfür das bei einem Luftangriff 1945 zerstörte Palais Barberini am Alten Markt mit historischer Fassade wieder aufgebaut. Gezeigt werden Werke aus der Kunstsammlung Hasso Plattners, die für Ausstellungen auch mit Leihgaben aus der ganzen Welt kombiniert werden. Am 23.01.2017 wird das Museum eröffnet. Dann zeigt es gleich drei großartige Ausstellungen: „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“ mit 90 impressionistischen Meisterwerken von Monet über Renior bis zu Caillebotte, „Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky“ mit 60 Bildern sowie „Künstler in der DDR. Aus der Sammlung des Museums Barberini“. Die drei Expositionen sind bis zum 28. Mai zusehen. Ab dem 3. Juni folgt der Blick über den großen Teich. Bis zum 3. Oktober heißt es „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ mit Werken, die bisher in Europa selten zu sehen waren. Den zweiten Schwerpunkt des Museums bildet Plattners Sammlung von DDR Kunst, die hier als ständige Ausstellung gezeigt wird. Diesem Thema ist auch die fünfte Sonderausstellung gewidmet, die vom 28. Oktober 2017 bis zum 11. Februar 2018 läuft und den Titel „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ trägt. Öffnungszeiten des Museums ab 23. Januar 2017: Montags sowie mittwochs bis sonntags 11–19 Uhr, an jedem ersten Donnerstag im Monat 11–22 Uhr, dienstags geschlossen. Täglich (außer dienstags) um 11 Uhr und jeden Donnerstag zusätzlich um 18 Uhr bietet das Museum Barberini eine öffentliche Führung durch die aktuellen Ausstellungen an. Weitere Informationen www.museum-barberini.com

Fürst-Pückler im Mittelpunkt zweier Ausstellungen in Potsdam und Cottbus

Vom 29. April bis 15. Oktober 2017 zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg im Schloss Babelsberg die große Sonderausstellung. „Pückler. Babelsberg - Der grüne Fürst und die Kaiserin“. Sie ist dem großen Gartenkünstler, Literaten und Weltreisenden Hermann Fürst von Pückler-Muskau gewidmet, der den Babelsberger Park maßgeblich gestaltet hat. Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die gartenkünstlerische Trickkiste des Fürsten, für den dieser „Gartendienst“ auch eine willkommene Gelegenheit war, seine Beziehungen zum künftigen preußischen König und Kaiser Wilhelm I. zu festigen und sich selbst – auf Kosten des Potsdamer Gartendirektors Peter Joseph Lenné  – als führenden preußischen Gartenkünstler zu positionieren. Schloss Babelsberg, das viele Jahre eingerüstet war, strahlt nach umfangreicher Sanierung der Fassade wieder im neuen Glanz. Ein besonderes Highlight sind auch die künstlichen Wasserspiele im Park, die auf Pücklers Entwürfe zurückgehen und die nun wieder live erlebt werden können. Rund 14 Tage später öffnet am zweiten authentischen „Pückler-Ort“ Brandenburgs, im Schloss Branitz in Cottbus, ebenfalls eine Sonderausstellung. Sie korrespondiert mit der Ausstellung in Babelsberg und trägt den Titel „AUGUSTA von PREUSSEN. Die Königin zu Gast in Branitz“ und ist vom 14. Mai bis 29. Oktober 2017 zu sehen. Thema ist hier der von Pückler lang ersehnte Besuch der Königin in Branitz, der am 25. Juli 1864 stattfand und der mit großem Aufwand vorbereitet wurde. Die Ausstellung präsentiert Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches. Im Mittelpunkt steht dabei die interessante Persönlichkeit Augustas. Es geht um Politik, Parkanlagen und Papageien – und selbstverständlich werden die Branitzer Tafelfreuden gewürdigt. Die Ausstellung zeichnet das Bild einer ungewöhnlichen Monarchin und ihrer herausragenden Beziehung zum Fürsten Pückler.

www.spsg.de, www.pueckler-museum.de

Weitere Infos:

www.reiseland-brandenburg.de

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