Am Scharmützelsee in Bad Saarow, Foto: TMB-Fotoarchiv/Ulf Böttcher
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Pressenews

Internatsgebaeude der Bundesschule Bernau, Foto: Eberle & Eisfeld im Auftrag der Handwerkskammer Berlin

12.07.17

Bundesschule Bernau jetzt UNESCO-WELTERBE

Historisches Schul- und Internatsareal zählt zu den eindrucksvollsten Werken im baukünstlerischen Erbe der klassischen Moderne

Die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau wurde jetzt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Das hat das Welterbekomitee der UNESCO auf seiner Sitzung im polnischen Krakau entschieden. Die bereits seit 1996 bestehende Welterbestätte „Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau“ wird damit um das Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau erweitert. Teil der Erweiterung sind auch die Laubenganghäuser in Dessau (Sachsen-Anhalt).

Von 1928 bis 1930 schufen der Bauhausdirektor Hannes Meyer, der Leiter der Bauhaus-Architekturwerkstatt Hans Wittwer sowie Studierende des Dessauer Bauhauses im Auftrag des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) einen einzigartigen Schul- und Internatskomplex. Das funktionale Schulgebäude diente nicht nur der Wissensvermittlung, sondern vereinte gemeinsames Lernen und Leben mit Sport- und Kulturangeboten. 

Unter Meyer, der in der Planungszeit die Position des Direktors des Bauhauses in Dessau inne hatte, wurde das Bauwerk der Bundesschule in Bernau ausgeführt. Hans Wittwer, seit März 1928 als Meister der Bauabteilung und Leiter des Baubüros am Bauhaus tätig, war bis Anfang 1929 maßgeblich daran beteiligt. Auch die Mitarbeit der Studierenden der Baulehre und die Einbeziehung mehrerer  Werkstätten in den Bauprozess belegen die enge Bindung an die Bauhausarbeit. 

Die Bundesschule ist nach dem Bauhaus-Gebäude in Dessau von 1925/26 (Architekt Walter Gropius) das zweite Schulgebäude aus dem Wirkungsfeld des Bauhauses. Sie steht bis heute als ein Beispiel für eine gegliederte bauliche Anlage, die frei und einfühlsam in den naturbelassenen Landschaftsraum komponiert wurde.

UNESCO-Welterbestätten in Brandenburg sind bereits die „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“, die russische Kolonie Alexandrowka, das Biosphärenreservat Spreewald, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. 

Führungen

Besichtigungen sind in der Regel nur im Rahmen von Führungen in deutsch möglich und sind buchbar über den Verein baudenkmal bundesschule bernau. Öffentliche Führungen, vorrangig für Einzelbesucher (Anmeldung nicht erforderlich), finden ab 16. Juli immer sonntags und donnerstags statt, Beginn ist um 10.30 Uhr, Treffpunkt: Im Innenhof des Bauhaus Denkmals. Der Teilnahmebeitrag beträgt 4 Euro/Person, ermäßigt 2 Euro (Studenten, Inhaber eines Sozialpasses, Schwerbehinderte, Inhaber eines Ehrenamtpasses u. ä.). Gruppenführungen können auf Anfrage gern organisiert werden.  Telefon: 03338 767875, E-Mail: verein‎@‎bauhaus-denkmal-bernau.de

Hinweis zu derzeitigen Bauarbeiten: Im Rahmen des Programmes „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördert das Bundesbauministerium die denkmalgerechte Gestaltung der Außenanlagen der Bundesschule. Dafür werden insgesamt fünf Maßnahmen umgesetzt, weshalb das Gelände derzeit leider nur eingeschränkt zugänglich ist. 

Anreise 

Mit der Regionalbahn RB 24 (von Berlin-Lichtenberg oder Ostkreuz) oder dem Regionalexpress RE 3 (von Berlin Hauptbahnhof) bis Bernau. Vom Bahnhof weiter mit der Buslinie 894 (Richtung Wandlitz) bis zur Haltestelle Waldfrieden.

Besucher mit dem eigenen Pkw nutzen als Zufahrt die Hans-Wittwer-Straße. Parkmöglichkeiten bestehen im Bereich des Barnim-Gymnasiums und im Bereich der Zufahrt zum Freibad Waldfrieden. Der Hannes-Meyer-Campus ist aufgrund der Bauarbeiten für Fahrzeuge gesperrt.

Weitere Informationen unter: 

www.bauhaus-denkmal-bernau.de

www.reiseland-brandenburg.de/orte-regionen/urlaubsregionen/barnimer-land

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