Am Scharmützelsee in Bad Saarow, Foto: TMB-Fotoarchiv/Ulf Böttcher
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Pressenews

Filmfestival "Film ohne Grenzen" in Bad Saarow © kp design

04.09.14

Internationales Filmfestival in Bad Saarow

„Film ohne Grenzen“ zeigt am 13. und 14. September herausragende Werke zum Thema „25 Jahre Mauerfall“

Potsdam hat das Studenten-Filmfestival „Sehsüchte“, Cottbus das Festival des osteuropäischen Film. Auch Bad Saarow ist auf dem besten Wege, sich einen Namen zu machen. Und zwar mit dem Internationalen Filmfestival „Film ohne Grenzen“ am 13. und 14. September 2014 in der Kulturscheune Eibenhof am Scharmützelsee. Schon zum zweiten Mal findet das Festival statt. In diesem Jahr liegt der Fokus der Filme auf dem Thema „25 Jahre Mauerfall“, die ihren ganz eigenen Blick auf die Überwindung von Grenzen werfen.

An zwei Tagen zeigen internationale Filmemacher ein vielseitiges Programm: hochkarätige Dokumentar-, Lang- und Kurzfilme von politischer, historischer oder gesellschaftlicher Brisanz, die dem Anspruch auf „Filme zum Nachdenken“ gerecht werden. Oftmals sind es preisgekrönte Filmbeiträge, die dazu beitragen, bekannte Konflikte aus neuer Perspektive zu betrachten. Ein Novum in diesem Jahr ist zudem ein kleines, ausgewähltes Kinderprogramm, das parallel zu den Filmvorführungen in der Kulturscheune läuft.

Ein Höhepunkt wird in diesem Jahr die Retrospektive „Berlin/Ecke Schönhauser“ von Gerhard Klein und Wolfgang Kohlhaase sein. Der 1956 gedrehte DEFA- Film zählt zu den wichtigsten Gegenwartsfilmen der 1950er Jahre. Das sensible Porträt über die Jugend in Ostberlin ermöglicht einen ehrlichen, unverstellten Blick auf den Alltag in der DDR und die Integrationsprobleme der Jugend zur damaligen Zeit. Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase wird zur Matinee am Sonntagvormittag dabei sein. Barbara Schöneberger wird im Anschluss die Gesprächsrunde moderieren.

Die Dokumentation „Mauerhase“ erzählt charmant die wundersame Geschichte der Berliner Wildkaninchen, die über Jahrzehnte ausgerechnet im Todesstreifen der innerdeutschen Grenze lebten. Nach dem Mauerfall müssen sie lernen, mit der neugewonnenen Freiheit zurechtzukommen. Dieses Schicksal teilen sie mit den Menschen in ganz Osteuropa.

„Following The Ninth“ von Kerry Kandaele nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch verschiedene Länder auf verschiedenen Kontinenten – und gibt einen Eindruck davon, welche Kraft von diesem Werk ausgeht. Der Film zeigt, wie Beethovens Neunte trotz Trauer und Leid immer eine Botschaft verkündet: Kunst erlaubt uns, Grenzen zu überschreiten.

Der für vier Oscars nominierte Film „Beasts of the Southern Wild“ von Benh Zeitlin ist ein Meisterwerk, das Poesie und Politik vereint. Eine Sechsjährige zeigt dem Zuschauer die Welt durch ihre Augen und beweist, dass Fantasie alle Grenzen überwinden kann. Und in dem Road Movie „Der Junge Syiar“ macht sich ein Junge aus Kurdistan auf den Weg durch ganz Europa, um seine Schwester zu suchen und die Familienehre im irakischen Heimatdorf zu retten.

Dass viele Orte in Brandenburg eine lange Filmtradition haben, wird nicht nur an der Medienstadt Potsdam-Babelsberg deutlich. In den dortigen Filmstudios entstehen jedes Jahr auch einige große Hollywood-Produktionen. Ein weiteres Filmfestival startet in diesem Herbst in Cottbus. Vom 4. bis 9. November 2014 wird die rund 100.000 Einwohner zählende Stadt zum wichtigsten Anlaufpunkt für internationale und nationale Filmgäste sowie Freunde des mittel- und osteuropäischen Films. In jedem Frühjahr läuft zudem in Potsdam das internationale Studenten-Filmfestival „Sehsüchte“. Hier in der brandenburgischen Landeshauptstadt wird außerdem vom 25. Oktober 2014 an das sanierte Filmmuseum im einstigen königlichen Marstall wieder seine Türen für Besucher öffnen. 

Kontakt:

Film ohne Grenzen e.V.

Ahrenshooper Zeile 69

14129 Berlin

Festivalleitung Susanne Suermondt

E-Mail: Susanne.Suermondt‎@‎filmohnegrenzen.de

Weitere Informationen zum Programm und Ticketreservierung unter: www.filmohnegrenzen.de

www.filmfestivalcottbus.de

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Film ab im Eibenhof in Bad Saarow am Scharmützelsee 

Foto: kp design

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